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1876

 

Einige beherzte Männer fanden sich im Sommer zusammen und gründeten nach dem Vorbild anderer Orte eine Freiwillige Feuerwehr.

 

Hauptmann: Josef Postl – Bäckermeister

Stellvertreter: August Edelbacher – Schneider

Schriftführer: Ferdinand Jägersberger – Gastwirt

Kassier: Matthias Stickler – Lederer

Erster Löschmeister: Georg Riegler – Kaufmann

Zweiter Löschmeister: Ignaz Schruf – Gastwirt

 

Wehrmänner:

 

Hans Holzer – Schneidermeister

Michael Jautz – Schuhmacher

Johann Eichberger – Huterer

Josef krumböck – Landwirt

 

Bereits zwei Wochen nach Einteilung der Wehrmänner und nach Eintreffen der ersten Spritze entzündete ein Blitz ein Gehöft in Größenberg (Bilek)

Die FF Puchberg hatte ihre „Feuertaufe“ somit erfolgreich bestanden.

 

1878

Die Wehr umfasst in diesem Jahr bereits 22 Mitglieder

1879

Zwei Männer der FF Puchberg wurden zur Silberhochzeit von Kaiser Franz Josef nach Wien entsandt. Auch wurde in diesem Jahr der erste Feuerwehrball im Gasthaus Toppler (Schwarzer Adler) abgehalten.

Einladung zum Feuerwehrball 1910. Eintritt: 1 Kreuzer

1882

 

Im Herbst dieses Jahres wurde eine zweite Spritze angeschafft, da die erste nicht mehr voll einsatzfähig war und in Reparatur gegeben wurde

 

1887

 

Ein Bewährungsjahr für die junge Wehr, es waren Schulden von 200 Gulden zusammengekommen und der Gemeinderat erwog den Verkauf einer Spritze.

 

1888

 

Es wurde das erste „Alarmierungsgerät“ angeschafft – ein Signalhorn. Dieses wurde bei Johann Schruf verwahrt. Die Wahl bei der Generalversammlung brachte folgendes Ergebnis

 

Hauptmann: Leopold Schmiedhofer

Stellvertreter: Johann Holzer

Schriftführer: Johann Stickler

Kassier: Michael Jautz

Erster Zeugwart: Vinzenz Jakob

Zweiter Zeugwart: Johann Zwinz

Erster Löschmeister: Johann Eichberger

Zweiter Löschmeister: Leopold Pulling

Steigerführer: Franz Eichberger

 

1892

 

Es wurde die erste Steckleiter angeschafft und auch Ehrungen an einzelnen Kameraden durchgeführt.

 

1897

 

Am 20. Juni rückte die Wehr zur Eröffnung der Wasserleitung aus und erprobte mittels einer Schauübung die Funktion der neuen Hydranten.

 

1898

 

Ein „Ausflug“ nach Schneebergdörfl diente um mit den Männeren der dortigen Rotte Kontakt aufzunehmen und um im Dörfl eine Filiale zu gründen.

 

1899

 

Ein Brand im Ortsteil Muthenhof konnte rasch gelöscht werden

 

1900

 

Im Oktober wurde das Spritzenhaus in Schneebergdörfl unter großer Teilnahme der Bevölkerung der „Filialwehr“ Schneebergdörfl übergeben

Die beiden Puchberger Wehren mussten sich bei mehreren Bränden, Haus Postl in Haltberg, einem Waldbrand am Himberg und einem Brand im Schneebergdörfl bewähren.

Auch als am 9. September Hochwasseralarm gegeben wurde standen die Wehren im Einsatz.

 

1901

 

Am 9. Oktober brannte der „Hollerbauer“. Das rasche Eingreifen der Wehr verhinderte jedoch schlimmeres.

 

1902

 

Paradeausrückung auf den Schneeberg zur Ehren seiner Majestät Kaiser Franz Joseph

 

1904

 

In diesem Jahr verzeichnete man drei Brandeinsätze.

Waldbrand am Anzberg, Brand in Sieding, Großbrand in Grünbach

 

1905

 

Brand im Hammerwerk der Herrn Johann Schramböck in Ödenhof. Nur unter größten Anstrengungen konnte das übergreifen der flammen auf benachbarte Objekte verhindert werden.

 

1906

 

Abermals Alarm. Es brannte das Haus des Herrn Franz Zenz in Unternberg teilweise nieder.

 

1907

 

Nach einigen Jahren wieder Hochwasseralarm in Puchberg. Am 23. März brannten die Bauernhöfe von Matthias Pfalzer und Johann Steiner in Sierning. Die Nachbargehöfte konnten gerettet werden.

 

 

1908

 

Am 24. Mai wurde um halb zwei Uhr morgens Großalarm geblasen. Die Bauernhöfe von Steiner Johann und Pfalzer Matthias in Sierning brannten lichterloh. Gemeinsam mit der Filiale Schneebergdörfl konnten die Nachbargehöfte geschützt werden.

 

1909

 

Ein Jahr der „Rekorde“. Insgesamt gab es fünf Alarme. Einen Hochwassereinsatz und Brandeinsätze auf der Wasserleiten und einen Waldbrand am Strengberg. Am 24. November brannte das sogenannte „Spielhäusle“

 

1911

 

Feuer bei Peter Wanzenböck in Hengstberg am 17. April. Ein Monat später Brand bei Leopold Tisch im Schneebergdörfl.

 

1912

 

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rohrbach im Graben als selbstständige Wehr. Somit gab es im Gemeindegebiet drei Feuerwehren.

 

1913

 

Brand im Gipswerk des damaligen Bürgermeisters Willy Frey

 

1914

 

Die „Hirschler Villa“ (heute Scopez – Hof) brennt. Mit diesem Ruf wurde die FF Puchberg zum Brandeinsatz alarmiert.

 

1916

 

Das Gehöft der Familie Stickler (heute „Hölenzen“) wird ein Raub der Flammen

 

1919

 

Die Wehrversammlung am 12. Jänner bringt unter Berücksichtigung der Heimkehrer aus dem zweiten Weltkrieg  wieder neues Leben in die Wehr.

Dem ersten Weltkrieg fielen folgende Kameraden zum Opfer

 

Schmid Johann

Herzog Johann

Hausmann Franz

Siebenhäutel Josef

1921

 

Es waren zwei Brandeinsätze zu verzeichnen. Ein Waldbrand durch Funkenflug am Hengst. Und im August ein  Brand bei Lorenz Diertl in Vierlehen

 

1923

 

Der Mitgliederstand betrug 80 (!!!) aktive Wehrmänner. Neben einem Hochwasser Einsatz gab es am 10. April einen Brand im Gasthaus Holzer ( heute „Pullingwirt“). Am 1. Mai brannte der Wald am Himberg. Einen Großbrand gab es am 20. Oktober Die Höfe von Oberlehrer Weinberger und Franz Stickler brannten lichterloh. Neben den Puchberger Wehren waren hier auch die Wehren aus Grünbach, Sieding, Ternitz, Neunkirchen und Wimpassing im Einsatz. Somit war dass das erste „überörtliche“ Ereignis in der Geschichte der FF Puchberg.

 

 

1924

 

In diesem Jahr wurde der erste Autorüstwagen und eine zweirädrige Motorspritze angekauft. Sie wurden auch gleich im ersten Jahr bei Bränden in der Tischlerei Zenz sowie einem Wohnhausbrand in Pfenningbach eingsetzt.

 

1925

 

Es brannte die Sparbacherhütte.

 

1926

 

Ein Jahr der Waldbrände, es brannte am Strengberg, in Edenhof, am Ascher und in Gadenweit. Das Jubiläumsfest zum 50 jährigen Bestehen war ein Fest für Puchberg und die Umgebung.

 

 

                             

                          Steigerübung und Mannschaftsfoto 1926

 

1927

 

Es gab nur zwei Einsätze. Einen beim E-Werk und den Brand eines Wohnhauses in Rohrbach.

 

1928

 

Brände im Gipswerk, Pfenningbach und Waldbrände in Hinterbrühel und am Hengst galt es zu bekämpfen.

 

1929

 

Brandeinsatz am 6. Oktober unweit des Tunnels am Hochschneeberg und ein Waldbrand in Edenhof wurden verzeichnet.

 

1930

 

Die Zahnradbahn sorgte durch Funkenflug für mehrere Brandeinsätze.

 

1931

 

Der „ewige Puchberger Brandstifter“, die Zahnradbahn sorgte auch dieses Jahr für mehrere Einsätze. Ein weiter Brand musste in der Langseiten gelöscht werden.

 

1932

 

Brand des Hotels „Hochschneeberg“. Unter schwierigsten Umständen wurden die Löscharbeiten durchgeführt. Die Hochwasserkatastrophe dieses Jahres sorgte für weitere Einsätze.

 

 

1939 – 1945

 

Durch die Wirren des zweiten Weltkriegs verschwanden ein Großteil der Protokolle und Berichte der damaligen Zeit.

Es existieren noch wage Aufzeichnungen über einen Brand des Bauernhauses Bilek, Brandeinsätzen auf Grund von Kampfhandlungen und über den Einsatz bei einem Erdbeben bei dem auch Tote geborgen werden mussten.

 

 

1945

 

Analog mit dem Zusammenbruch des dritten Reiches brach auch das Feuerwehrwesen zusammen. Männer in Gefangenschaft, Autos verschleppt und fast keine brauchbare Ausrüstung sorgten für eine äußerst ungedeihliche Arbeit. Ein Waldbrand in der Steinbachklamm musste von Privatleuten und einigen übergebliebenen Wehmänner mit primitivsten Mitteln bekämpft werden.

Im zweiten Weltkrieg fielen folgende Kameraden

 

Apfler Johann

 

Hartberger Josef

Holzer Johann

Rottensteiner Johann

Schmirl August

Zenz Karl

Zenz Josef

 

Zwinz Johann

1946

 

Oberlehrer Walter Rudloff belebte die Wehr wieder. Er scharte neue Männer um sich und es wurde eine Motorspritze TS 8 angekauft. Spenden aus der Bevölkerung und von Gewerbetreibenden ermöglichte den Ankauf von neuem Material was wieder zu einem geregelten Feuerwehrdienst führte. Im selben Jahr wurde auch mit Unterstützung der Landesregierung ein Steyr Geländewagen angekauft. Er diente auch als Rettungswagen.

 

1947

 

Am 30. März fand die erste Wehrversammlung nach dem Krieg statt. Das Jahr brachte neben vielen Übungen auch einige Alarme. Am 8. Dezember wurde ein Fordson Fahrzeug angekauft welches in Eigenregie umgebaut wurde. Eine weitere Motorspritze wurde mit Kartoffeln, Mehl und Fett bezahlt.

 

1948

Bereits am 3. Jänner gab es einen Brand in der Trockenkammer der Tischlerei Jägersberger. Am Florianitag wurden die neuen Fahrzeuge und die Motorspritzen geweiht. Am 14. und 15. Dezember stand die FF Puchberg bei Bränden in Sieding und Miesenbach im Einsatz.

 

1946

 

Waldbrand am Strengberg, und Abhaltung des Bezirksfeuerwehrtages in Puchberg

 

1950

Während des Balles der FF Grünbach gab es Alarm und die anwesenden Puchberger Wehrmänner halfen bei der Brandbekämpfung. Am 26. Juni stand ein Kohlenmeiler in Rohrbach in Flammen. Des weiteren wurde ein Waldbrand am Himberg verzeichnet.

 

1951

Am 25. April gab es Brandalarm am Haltberg. Das 75. Gründungsfest wurde am 14. und 15. Juli begangen

 

1953

 

Das Jahr war an Einsätzen reich und es mussten 634 freiwillige Stunden aufgebracht werden.

 

1955

Es wurde erstmals der Gedanke an dem Kauf eines Tanklöschfahrzeuges gehegt. Der Ankauf einer weiteren TS 8 wurde zurückgestellt. Es wurde der Rekord von 1951 Stunden geleistet.

1956

Auch dieses Jahr brachte zahlreiche Einsätze mit sich. Das Spritzenhaus wurde renoviert und das 80 jährige Gründungsfest gefeiert.

Mannschaft 1956

1957

 

Abermals Debatten um den Ankauf eines TLF, doch es wurde wieder nichts damit. Bei Einsätzen, Übungen, Veranstaltungen udgl. Wurden 1995 Stunden verbracht.

 

1958

 

Eine Kommission bescheinigte grobe Mängel an Fahrzeugen und Gerät, da seitens der Gemeinde keine finanzielle Unterstützung zugesichert wurde stand die Auflösung der Wehr bevor. Bei der Abstimmung dazu wurde jedoch mit 24 zu 3 Stimmen für den Erhalt der Wehr gestimmt. Beim Brand in der Zimmerei Panzenböck erfüllten die eingesetzten Geräte nicht mehr ihrem Zweck und es wurde beschlossen eine VW Spritze anzukaufen.

 

1959

Die FF Puchberg stellt erstmals eine Wettkampfgruppe.

 

1961

 

Es wurde ein Fahrzeug der Marke Land Rover angeschafft. Zwölf Einsätze waren zu bewältigen.

 

1962

 

Großbrand im Reha Zentrum am Strengberg.

 

1963

 

3 Brandeinsätze und 6 technische Einsätze mussten abgearbeitet werden.

 

1964

 

Der Fordson hat ausgedient und wird verkauft. Der Ankauf von Funkgeräten wird diskutiert, jedoch erst Jahre später verwirklicht. Unter den acht Einsätzen war auch ein Großbrand am Hengst dabei, welcher unzählige Stunden forderte.

 

1965

 

Dieses Jahr war gekennzeichnet durch den Brand zweier Bauernhäuser im Schneebergdörfl. Hier waren 19 Wehren mit 184 Mann im Einsatz. Trotz heftigen Windes konnte ein Übergreifen auf die übrige Rotte Schneebergdörfl verhindert werden.

 

1966

 

90 Jahre FF Puchberg. Es wurde abermals das Rüsthaus renoviert sowie ein Tankwagen angekauft. Des weiteren wurden Funkgeräte und Atemschutzgeräte angeschafft.

 

1967

 

Es mussten fünf Brandeinsätze und ein technischer Einsatz bewältigt werden. Bei den Brandeinsätzen kamen auch die neuen Atemschutzgeräte zum Einsatz.

Am 13. Juli wurde die FF Puchberg zum ersten Mal mittels Sirene alarmiert.

 

1968

 

Ein weiterer Tankwagen wurde angekauft. Zwölf Einsätze mit 242 Stunden wurden geleistet.

 

1970

 

Ein Jahr mit nur drei Einsätzen, neben einem Kanalspülgerät wurde auch eine Tauchpumpe angeschafft.

 

1972

Die Puchberger Wehr wurde zu 33 Einsätzen gerufen. Auch zwei Großbrände waren dabei. Die Zimmerei Franz Pichler am Ziehrerweg wurde ein Raub der Flammen und im Herbst brannte , zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert, der Bauernhof der Familie Stickler in Pfenningbach.

 

1975

 

Insgesamt musste zu ach Brand- und zwölf technischen Einsätzen ausgerückt werden. Auf Grund des raschen und gezielten Einsatzes beim Brand der Hauses Farber schenkte uns der Eigentümer das erste KRAD. Abermals wurde die Gemeindevertretung wegen dem Ankauf eines neuen TLF´s kontaktiert und es konnte ein positiver Abschluss bestätigt werden.

 

1976

 

100 Jahre FF Puchberg. Zur Krönung des Festes bekamen wir den neuen Tankwagen geliefert. Am Florianitag wurde das TLF und das KRAD geweiht.

Bei der Sturmkatastrophe am 3. und 4. Jänner stand die FF Puchberg mit vier Einsatzgruppen pausenlos im Einsatz. Durch die Dürre des Frühjahres wurden wir zur zahlreichen Waldbränden gerufen.

 

Am 10. und 11. Juli stellte das Feuerwehrfest den würdigen Rahmen um unseren Geburtstag zu feiern.

Mannschaft der FF Puchberg bei hundertjährigen Jubiläum

 

2008

Am 8. September wurde die FF Puchberg zum Brand eines Bauernhofes in die Burggasse gerufen. Beim Eintreffen stand der komplette Wirtschaftsteil in Vollbrand 14 Wehren aus dem Abschnitt Ternitz kämpften gegen die Flammen. Leider brannte das Wirtschaftsgebäude bis auf die Grundfeste ab.

 

 2009

Ein neues Rüstfahrzeug (KRFA-B) Aufbau Fa. Rosenbauer, Fahrgestell Fa. Achleitner/MANTRA wird in den Dienst gestellt und ersetzt den in den Jahre gekommenen VW LT. Es ist das einzige Fahrzeug seiner Art in Österreich. Bereits drei Tage nach Indienststellung wird es zu seiner "Feuertaufe" gerufen - eine Menschenrettung in der Bahnstrasse.

KRFA-B_500x332

 

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres musste die FF Puchberg am 12. Juli zu einem Großbrand ausrücken. Es traf das selbe Gehöft wie breits im Jahr zuvor. Das Anwesen Stickler in der Burggasse wurde trotz dem Einsatz von mehr als 150 Kameraden abermals ein Raub der Flammen.

 

 2013

Nach mehreren Jahren an Verhandlungen konnte am 13.Mai der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus erfolgen

 

 Anfang Juni des gleichen Jahres begann unsere Wehr mit der schrittweisen Umstellung auf die digitale Alarmierung

 

2014

Am 21. September war es soweit - wir konnten mit sämtlichen Fahrzeugen in das neue Feuerehrhaus umsiedeln

 

Am 15. Oktober wurde das neue Feuerwehrhaus im Zuge eines Festaktes feierlich seiner Bestimmung übergeben

 

 

2015

Bei der Mitgliederversammlung konnten erstmals in der Geschichte der Feuerwehr Puchberg zwei Frauen für den Feuerwehrdienst angelobt werden

Puchberg am Schneeberg ist eine Marktgemeinde im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 2631 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011), die etwa 58 Kilometer von Wien entfernt liegt. Mit einer Fläche von 83,11 Quadratkilometern ist Puchberg am Schneeberg flächenmäßig eine der größten Gemeinden Niederösterreichs. Der höchste Punkt des Gemeindegebietes ist das 2.076 m ü. A. hohe Klosterwappen, der Hauptgipfel des Schneebergs, welcher gleichzeitig den höchsten Berg Niederösterreichs bildet.

Der Name der Marktgemeinde ist urkundlich seit 1260 durch Eberhard von Puchperch belegt. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert kamen zahlreiche Besucher nach Puchberg. Mit der Eröffnung der Schneebergbahn am 15. April 1897 setzte ein struktureller Wandel von der Landwirtschaft zum Tourismus ein. Der heilklimatische Kurort und Luftkurort ist einer der meistbesuchten Tourismusorte Niederösterreichs.

Geografie

Puchberg am Schneeberg liegt im Bezirk Neunkirchen im südlichen Niederösterreich. Der Hauptort hat eine Seehöhe von 585 m ü. A., gemessen beim Gemeindeamt im Ortszentrum. Der höchste bewohnte Ortsteil ist die Rotte Hinterm Faden auf 840 m ü. A., gemessen bei der Talstation der Salamander-Sesselbahn.

Puchberg hat Anteil an zwei Naturräumen. Während sich der überwiegende Teil im Schneebergland befindet, liegt der Schneeberg und Losenheim im Semmering-Rax-Schneeberg-Gebiet.

Die nächstgelegenen Städte sind Neunkirchen, Ternitz, Gloggnitz und Wiener Neustadt. Die Bundeshauptstadt Wien ist rund 80 Kilometer entfernt.

Berge

Puchberg am Schneeberg liegt in einem Talkessel und ist von mehreren Bergen umgeben. Die höchste Erhebung ist der Schneeberg, ein Tafelberg, der den Talabschluss nach Westen bildet. Mit seinen beiden Hauptgipfeln Klosterwappen (2.076 m ü. A.) und Kaiserstein (2.061 m ü. A.) ist dieser der höchste Berg Niederösterreichs. Weitere Gipfel des Schneebergmassivs im Puchberger Gemeindegebiet sind der Vestenkogel (1.947 m ü. A.) und der Waxriegel (1.888 m ü. A.). Dem Schneeberg vorgelagert sind der Lärchkogel (883 m ü. A.) und der Abfall (966 m ü. A.). Die Wände des Schneebergs fallen bei einem Höhenunterschied bis zu rund 1200 Meter, teils steil zum Puchberger Talkessel ab und bilden damit eine imposante Kulisse des Kessels um die Ortsteile Schneebergdörfl und Losenheim. Der Schneeberg ist überdies eine der wichtigsten Trinkwasserressourcen in Ostösterreich und versorgt Wien seit dem 24. Oktober 1873 über die I. Wiener Hochquellenwasserleitung.

Die übrigen Berge fallen gegenüber dem Schneeberg in ihrer Höhe zwar deutlich ab, erreichen aber dennoch teilweise alpine Höhen. Diese sind:

  • im Norden der Schober (1.213 m ü. A.), der Größenberg (1.188 m ü. A.), der Öhler (1.183 m ü. A.), der Wiesberg (893 m ü. A.), der Haltberg (1.114 m ü. A.), und der Hutberg (971 m ü. A.),
  • im Osten das Gelände (1.023 m ü. A.), der Himberg (948 m ü. A.), der Kienberg (1.015 m ü. A.) und der Strengberg (740 m ü. A.),
  • im Süden der Anzberg (795 m ü. A.), der Schacher (906 m ü. A.), die Gahnsleiten (1.120 m ü. A.), der Gahns (1.186 m ü. A.), das Alpleck (1.292 m ü. A.) und der Krummbachsattel (1.333 m ü. A.), denen der Kleine Sattel (828 m ü. A.), der Große Sattel (1.314 m ü. A.) und der Hohe Hengst (1.450 m ü. A.) vorgelagert sind.

Das Puchberger Tal ist nur in Richtung Südosten offen. Durch das Sierningtal, das Puchberg nahe dem Ortsteil Ödenhof (511 m ü. A.) verlässt, erfolgt die Entwässerung des gesamten Puchberger Talbodens. Durch die Sierningschlucht führt auch die Puchberger Straße (B 26) nach Ternitz.

Aus Richtung Osten ist Puchberg über den Grünbacher Sattel (678 m ü. A.) erreichbar, über den Puchberger Straße aus Richtung Wiener Neustadt und die Schneebergbahn

führen. Aus Richtung Nordosten führt die Ascherstraße (L 138) von Miesenbach über den Ascher nach Puchberg. Ein Fahrweg führt von Puchberg am Schneeberg durch den Fadengraben zur Mamauwiese

Die Zahnradbahnstrecke der Schneebergbahn, führt auf den Hochschneeberg, wo sich bei gutem Wetter eine Sicht weit über den Neusiedler See über kleinen ungarischen Tiefebene bis hin Pannonischen Tiefebene zur eröffnet. Bei optimalen Wetterbedingungen ist mit dem Fernglas die Aussicht bis zum Plattensee möglich.

Katastralgemeinden

Die Marktgemeinde Puchberg am Schneeberg besteht aus drei Katastralgemeinden:

  • Puchberg
    mit den Ortsteilen Ödenhof, Hengstberg, Hinterm Faden, Hof, Knipflitz, Losenheim, Puchberg, Sonnleiten, Schneebergdörfl, Schwarzengründe, Strengberg sowie den Rotten Hengsttal, Hinterm Hengst, Im Prater und Mittering;
  • Rohrbach im Graben
    mit den Ortsteilen Breitensohl und Rohrbachgraben sowie den Rotten Arbestal, Gratzehöhe, Gahnsbauer, Schmalleiten;
  • Stolzenwörth
    mit den Ortsteilen Eichberg, Haltberg, Lanzing, Pfennigbach und Sierning sowie den Rotten Bruck, Ranzenbach, Reitzenberg, Schoberhof und Tuft.

Die Ortsteile Puchberg, Rohrbachgraben, Schneebergdörfl und Sierning sind dicht besiedelt und beherbergen die meisten Einwohner. Die übrigen Gemeindegebiete sind eher dünn besiedelt und bestehen größtenteils aus Wiesen und Wäldern. In den Ortsteilen Losenheim und Hinterm Faden befindet sich ein Skigebiet. Die Orte Schneebergdörfl, Losenheim und Rohrbach im Graben sind Ausgangspunkte für Wanderungen auf den Schneeberg.

Eine Besonderheit stellen die Ortsteile Lanzing und Tuft dar, die als einzige nicht im Puchberger Talkessel oder Rohrbachgraben liegen, sondern geografisch durch den Hutberg getrennt zum Miesenbachtal gehören und durch die Passstraße über den Ascher erreichbar sind. Der dort entspringende Kaltenbergbach ist das einzige Gewässer, das über den Miesenbach und weiter in die Piesting nach Norden entwässert.

Die Gesamtfläche von Puchberg am Schneeberg beträgt 83,11 Quadratkilometer. Rund 66 % des Gemeindegebiets bestehen aus Waldflächen. Auf Wiesen entfallen 23 %, auf bebaute Flächen und Gebäude rund 5 % sowie auf Gärten, Gewässer und sonstige Flächen 5 %

Quelle: WIKIPEDIA

 

 

+++AKTUELLE EINSÄTZE+++

 LETZTES UPDATE: 11.10.2017

   
   

Einsatzstatistik  

BRAND 10
TECHNISCH 46
SCHADSTOFF 2
2016 55

 

   
   

 

               

 

   
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